Mit dem Digital Enterprise bietet Siemens ein Produkt- und Lösungsportfolio für den Wandel hin zu Industrie 4.0 in der Fertigungs- und Prozessindustrie

Mit dem Digital Enterprise bietet Siemens ein Produkt- und Lösungsportfolio für den Wandel hin zu Industrie 4.0 in der Fertigungs- und Prozessindustrie.

Die Zukunft
hat begonnen:
Industrie 4.0

Mit der Entdeckung von Wasser- und Dampfkraft ist Ende des 18. Jahrhundert die 1. Revolution in der Industriegeschichte eingeläutet worden – gefolgt von der Fließband- und Massenproduktion und dem digitalen Zeitalter in den 1970er Jahren. Unter dem Begriff Industrie 4.0 erlebt die Weltwirtschaft nun den vierten großen Umbruch für die Branche. Die Digitalisierung macht’s möglich: Eine branchen- und technologieübergreifende Integration von Prozessen und Systemen, die alles miteinander vernetzt.

Was vor Jahren noch von so manchem Experten für ein Strohfeuer gehalten wurde, hat sich längst zu einem Siegeszug entwickelt, der nicht mehr aufzuhalten ist. An Industrie 4.0 kommt in absehbarer Zukunft keiner mehr vorbei, insbesondere auch die Traditionsbranche Maschinenbau nicht. ­Darüber sind sich die Experten zwischenzeitlich einig. Deutschland und das Bundesland Baden-Württemberg haben dabei alle Voraussetzungen, um ganz vorne mitspielen zu können, wie auch Wirtschafts­ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betont: „Baden-Württem­berg ist wie kaum eine andere Region in Europa prädestiniert, zum ­Vorreiter bei Industrie 4.0 zu werden.“ Die entscheidende Voraussetzung, um der vernetzten Technologie zum Durchbruch zu verhelfen, ist insbesondere eine flächendeckende Breitbandverkabelung, deren Ausbau konsequent vorangetrieben werden muss. Auch in diesem Punkt sind sich die Experten im Land einig. Fast 310.000 Mitarbeiter sind landesweit alleine in der Maschinenbaubranche beschäftigt, was sie noch vor der Autoindustrie zum größten industriellen Arbeitgeber im Lande macht. Der Umsatz liegt bei etwas mehr als 76 Milliarden Euro pro Jahr, fast 40 Milliarden davon werden im Ausland erwirtschaftet. Um auch in Zukunft konkurrenzfähig zu bleiben, ist es nach Ansicht der Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut auch notwendig, junge Menschen für das Thema zu gewinnen. Um das zu erreichen, sind mit Hilfe ihres Ministeriums an etlichen Schulen im Land sogenannte Lernfabriken eingerichtet worden, in denen die Schüler gezielt auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereitet werden.

Das Automatisierungsunternehmen Pilz setzt auch in der eigenen Fertigung auf Digitalisierung: Die Produktion ist mit den vor- und nachgelagerten Prozessen und Abläufen vernetzt.

Mit seinen Sensor- und Automatisierungslösungen bietet Balluff eine Schlüsselkompetenz für Industrie 4.0.

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut auch notwendig, junge Menschen für das Thema zu gewinnen. Um das zu erreichen, sind mit Hilfe ihres Ministeriums an etlichen Schulen im Land sogenannte Lernfabriken eingerichtet worden, in denen die Schüler gezielt auf die Arbeitswelt 4.0 vorbereitet werden.

Bei Weltfirmen und Global Playern wie Siemens, Balluff, Bosch Rexroth oder dem Automatisierungsspezialisten Pilz hat die Zukunft längst begonnen, von den kleinen und mittleren Unternehmen hinken laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger derweil einige noch etwas hinterher in Sachen Industrie 4.0. Gemeint ist mit diesem Begriff die Vernetzung der realen mit der virtuellen Welt zu einem neuen Kosmos, in dem Fertigungsprozesse mit der Informationstechnologie verschmelzen und Disziplinen wie Maschinenbau, Logistik und Dienstleistungen miteinander kommunizieren. Und das auf eine vollkommen neue, intelligente Art und Weise. Das sogenannte Internet der Dinge ist für den gesamten industriellen Sektor mit einem Wandel verbunden – die Kunden können sich derweil über einen höheren Nutzwert freuen. Einerseits fallen die Produktionszyklen in einer Smart Factory deutlich kürzer aus, gleichzeitig können auch die Kundenbedürfnisse in Echtzeit in die Produktion einfließen. Alle Aufträge laufen automatisch in der richtigen Reihenfolge ab, Wartung und Instandhaltung regeln sich weitgehend eigenständig.

„Die Digitalisierung verändert die Welt. Ich wünsche mir bei der Digitalisierung eine Aufbruchstimmung – wir brauchen den Mut Dinge zu tun, die auch ungewöhnlich sind.“

Thomas Strobl
stellvertretender Ministerpräsident
und Minister für Inneres,
Digitalisierung und Migration

Siemens hat in den vergangenen Jahren enorme Summen in die Integration von Software investiert, mit der Unternehmen ihre Wertschöpfungskette digitalisieren können. Bosch Rexroth hat sich als Pionier in Industrie 4.0-Lösungen auf maßgeschneiderte Produkte und Lösungen in der Fabrikautomation spezialisiert.
Das Familienunternehmen Pilz aus Ostfildern entwickelt sensoren­gesteuerte Sicherheitstechnik, damit Mensch und ­Maschine im Bereich der Roboterapplikationen in Zukunft möglichst eng zusammenarbeiten können. All das und viele weitere Entwicklungen und Innovationen anderer Firmen im Land dient dem gleichen Ziel: Die nächste industrielle Revolution weiter voranzutreiben.

Markus Heffner